Schlingentischtherapie – Bewegung unter veränderten biomechanischen Bedingungen

Die Schlingentisch-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode, bei der einzelne Körperabschnitte oder auch größere Bereiche des Körpers mithilfe spezieller Schlingen und Seilzüge gezielt gelagert und bewegt werden.

Der Schlingentisch ermöglicht es, die mechanischen Bedingungen von Bewegung gezielt zu verändern und dadurch therapeutische Prozesse zu initiieren, die unter den normalen Bedingungen (also im Schwerkraft -Kontext) nur eingeschränkt
oder gar nicht möglich wären.

Wir verstehen den Schlingentisch als ein präzises Werkzeug zur Veränderung
der Bewegungsbedingungen.

Schwerkraft kann reduziert werden und dadurch kann die Belastung präzise dosiert werden. Bewegungen können erleichtert oder erschwert werden. Körpersegmente können gezielt unterstützt werden.
Sensorische Informationen können verändert und neuromuskuläre
Anforderungen angepasst werden.

Schlingentisch-Therapie. Das eigene Körpergewicht und die Schwerkraft stellen bei jeder Bewegung einen natürlichen Widerstand dar.

Entscheidend ist dabei nicht die Aufhängung selbst.

Entscheidend ist, was der Patient unter diesen veränderten Bedingungen mit seinem Bewegungssystem lernt.

Unser Ziel ist deshalb nicht, den Patienten möglichst lange „schwerelos“ zu behandeln.

Unser Ziel ist es, durch die gezielte Veränderung der mechanischen Bedingungen funktionelle Bewegung zu ermöglichen, Bewegungssteuerung zu verbessern und schrittweise wieder belastbare Eigenaktivität aufzubauen.




Schlingentischtherapie bedeutet für uns:

Entlastung, um Bewegung zu ermöglichen.
Bewegung, um Steuerung zu verbessern.
Steuerung, um Stabilität zu entwickeln.
Stabilität, um Belastbarkeit zurückzugewinnen.

So wird aus einem klassischen physiotherapeutischen Hilfsmittel ein hoch differenzierbares Instrument der modernen Bewegungsanalyse und Bewegungstherapie.